Ein Radlager-Defekt sollte schnell repariert werden

Ein Radlager ist Teil des Fahrwerks und damit sehr starken Kräften und Belastungen ausgesetzt. Bei einem Defekt kann man zwar noch weiterfahren, die Folgeschäden können aber zunehmen.

Ist ein Radlager defekt, macht sich dies durch Geräusche beim Fahren bemerkbar. Feststellen lässt sich ein defektes Radlager am ehesten durch eine einfache Untersuchung. Dafür muss das Fahrzeug aufgebockt werden und das Spiel der Räder kontrolliert werden. Lassen sich die Räder quer zur Fahrtrichtung hin und her bewegen, deutet dies auf einen Defekt des Radlagers hin. Bereits durch sehr kleines Spiel im Radlager kann das Rad nicht mehr genau geführt werden und fängt an zu taumeln, und diese ungewollte Bewegung des Rades kann zu weiteren Schäden führen.

Die Reparatur eines Radlagers ist zwar nicht günstig, aber die Auswirkung bei einer nicht erfolgten Reparatur werden die Kosten weiter steigern. Zum einen gibt es die Möglichkeit, dass das Radlager und damit das ganze Rad blockieren. Passiert dies während der Fahrt, kann es zu einem schweren Unfall kommen, da das Fahrzeug nicht mehr zu beherrschen ist. Blockiert das Lager nicht, es wird aber über längere Zeit mit dem ausgeschlagenen Radlager gefahren, entstehen durch die zusätzliche Bewegung Schäden an anderen Teilen des Fahrwerks. Dies kann so weit gehen, dass die Achse des Fahrzeugs verbogen wird und auch diese dann ausgetauscht werden muss.

Auf das Radlager als Teil des Fahrwerks wirken beim Fahren große Kräfte in verschiedenen Richtungen, die alle vom Fahrwerk ausgeglichen werden müssen. Deshalb ist es Voraussetzung, dass alle Teile eines Fahrwerks in einem guten Zustand sind. Ist nur ein Teil defekt, hat dies Auswirkungen auf das Fahrverhalten und die Sicherheit des Fahrzeugs und kann zu Unfällen führen. Wird der Unfall durch eine nicht erfolgte Reparatur verursacht und dies von einem Gutachter festgestellt, so kann man eine Mitschuld zugesprochen bekommen oder den Versicherungsschutz verlieren.