Weniger rauchen - Auf dem Weg zum Nichtraucher

Viele von uns waren schon einmal selbst in dieser Situation oder kennen jemanden, der den Kampf gegen die Nikotinsucht aufgenommen hat. Dabei geht jeder anders vor, und nicht jeder erreicht am Ende tatsächlich das Ziel.

Wer kennt ihn nicht, den gestressten Kollegen oder Freund, der plötzlich Unmengen von Süßigkeiten in sich hineinstopft oder unentwegt mit dem Stift in der Hand spielt und den Kollegen mürrisch hinterher blickt, die zur Raucherpause vor die Tür gehen. Immer wieder werden dann die Vorteile des Nichtrauchens propagiert. Es ist gesünder, bald kommt die Kondition wieder; preiswerter ist es auch. Die Kleidung stinkt nicht, die Wohnung schon gar nicht. Und man muss auch nicht bei Wind und Wetter vor der Tür stehen, weil drinnen Rauchverbot herrscht.

Es gibt viele verschiedene Typen von Rauchern. Und es gibt ebenso viele verschiedene Wege, sich das Rauchen abzugewöhnen. Der Gelegenheitsraucher, der nur auf Partys oder zum Bier raucht, hat es meist recht einfach, sich das Rauchen abzugewöhnen. Viele schaffen es gar von heute auf morgen. Wer weniger Disziplin aufbringt oder gar davon überzeugt ist, ohne Zigaretten nicht existieren zu können, hat einen härteren Weg vor sich. Aber es muss auch nicht von heute auf morgen geschehen. Man kann den großen Weg auch in kleine Etappen einteilen. Wer ein Teilziel erreicht, hat einen Grund, stolz zu sein und ist motiviert für den Weg zum nächsten Etappenziel. Wer beispielsweise schon morgens zum Glimmstängel greift, kann sich vornehmen, den ersten Zug bis zu einer bestimmten Uhrzeit hinauszuzögern. So kann man die ersten Stunden des Tages rauchfrei genießen. Danach kann das Anzünden jeder weiteren Zigarette um ein paar Minuten hinausgezögert werden. Je länger diese Intervalle werden, desto weniger raucht man schließlich. Hilfreich ist es auch, sich keinen Vorrat an Zigaretten mehr zuzulegen, sondern erst dann eine neue Schachtel zu besorgen, wenn die alte Schachtel geleert ist. Wer es schafft, sein Feuerzeug zu Hause liegen zu lassen, verschafft sich einen weiteren Vorteil: Das Verlangen nach einer weiteren Zigarette wird bewusst wahrgenommen, denn man muss jedes Mal jemanden um Feuer bitten.

Häufig hilft es auch, die eigene Wohnung oder zumindest einzelne Zimmer zu Nichtraucherzonen zu erklären. So ist man gezwungen, das entsprechende Zimmer zu verlassen, um zu rauchen. Alle diese Maßnahmen bewirken dasselbe: Es wird umständlicher, mal eben eine Zigarette zu rauchen, und der Vorgang wird einem bewusster - man wird dadurch weniger rauchen. Es sollte nicht mehr möglich sein, nebenbei einen Glimmstängel anzuzünden und zu rauchen. Vielen hilft es auch, sich die Zahl der täglichen Zigaretten schon vorher festzulegen. Hierzu braucht es allerdings auch eine gewisse Disziplin, damit man nicht schon am frühen Nachmittag das Kontingent aufgebraucht hat. Viele Menschen entschließen sich auch deshalb nur zögerlich, sich das Rauchen abzugewöhnen, weil sie befürchten, danach rasant an Gewicht zuzunehmen. Nicht wenige steigen von Zigaretten auf Süßigkeiten um, die eine verheerende Wirkung haben können. Wer sich jedoch für Kaugummi statt Schokolade entscheidet, ist hier auf der sicheren Seite.