Wenn die Periode ausbleibt, können es viele Frauen kaum erwarten zu erfahren, ob dies an einer Schwangerschaft liegt oder nicht. Es gibt die verschiedensten Methoden, um dies bereits zu Hause zu testen.
Unabhängig davon, ob eine Frau ein Kind wünscht oder gerade auf keinen Fall eines haben möchte, wird die Antwort auf die Frage, warum die Periode nicht pünktlich eingesetzt hat, meist mit großer Ungeduld erwartet. Der Termin beim Gynäkologen ist meist viel zu weit in der Zukunft, um darauf zu warten. Viele Frauen kaufen sich daher einen Schwangerschaftstest für zu Hause.
Bei diesen Tests gibt es große Unterschiede, doch im Grunde funktionieren alle nach demselben Prinzip: Eine chemische Komponente wird mit dem Urin beträufelt und so der Gehalt eines bestimmten Hormons gemessen. Dieses Hormon wird von der befruchteten Eizelle ab dem ersten Tag produziert, damit der Körper der Frau die Eizelle nicht als Eindringling erkennt und abstößt. Es lässt sich also nur bei schwangeren Frauen im Blut oder im Urin nachweisen. Die Qualität der Tests entscheidet, ab welchem Tag die Hormonkonzentration erkannt werden kann. Die meisten Tests können frühestens zehn Tage nach dem Ausbleiben der Regel ein verlässliches Ergebnis liefern. Spezielle Früherkennungstests liefern schon am ersten Tag ein richtiges Ergebnis. Dies kann funktionieren, weil die Eizelle im Schnitt etwa zwei Wochen vor der Regelblutung befruchtet wird. In dieser Zeit kann sich das Hormon im Körper so weit ausbreiten, dass es auch im Urin nachweisbar wird.
Die Schwangerschaftstests für zu Hause haben sich in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt. Die ersten Modelle bestanden noch aus mehreren Komponenten, die korrekt zusammengefügt werden mussten. In einem kleinen Reagenzglas wurde der Urin mit den chemischen Nachweisstoffen gemischt und ein Teststreifen musste eine bestimmte Zeit in der Flüssigkeit liegen, damit er auf das Hormon reagieren konnte. Eine bestimmte Farbveränderung zeigte dann an, ob das Hormon im Körper vorhanden war oder nicht. Bei der Handhabung dieser Tests konnten einige Fehler geschehen, sodass es zu falsch positiven oder auch falsch negativen Ergebnissen kam. Manchmal waren die Ergebnisse auch so undeutlich, dass die Frage nicht beantwortet werden konnte. Da der Bedarf nach unkomplizierten Tests weiter stieg, wurden bessere Tests entwickelt, die aber nach wie vor auf dem gleichen Prinzip beruhen.
Die chemischen Stoffe und die Teststreifen wurden in einen Stift eingebaut, dessen Spitze nun in den Urin gehalten werden muss. Ein Kontrollstreifen zeigt an, dass genug Flüssigkeit für einen gelungenen Test aufgenommen wurde, an einer weiteren Stelle wird bei positivem Ergebnis ein zweiter Streifen angezeigt. Zur besseren Verständlichkeit ist dieser Streifen manchmal quer angeordnet, so lautet die Anzeige entweder + oder -, was sofort verstanden wird. Ein digitaler Schwangerschaftstest basiert zwar auf der gleichen chemischen Reaktion, enthält jedoch eine Besonderheit: Hier wird nicht nur gemessen, ob das Hormon vorhanden ist oder nicht, sondern es wird auch die entsprechende Konzentration gemessen. So kann auch eine exakte Bestimmung der Schwangerschaftswoche erfolgen, die im digitalen Ergebnisfenster angezeigt wird.
17. August