Die Hibiskusblüte des traditionellen hawaiianischen Haarschmuckes steht schon beinahe symbolisch für das Lebensgefühl des Inselstaates. Die Hawaii-Blume schmückt mittlerweile Wände, Haare, Kleidung und vieles mehr.
Der ca. 4.000 km westlich vom nordamerikanischen Festland gelegene Inselstaat Hawaii ist der fünfzigste und damit letzte Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Erst seit 1889 gehören die 137, größtenteils unbewohnten Inseln den USA an. Die zahlreichen Inseln vulkanischen Ursprungs locken alljährlich nicht nur Hochzeitsreisende und Surfer an. So wurde der Tourismus rasch zum Hauptwirtschaftszweig des "Aloha-Staates". Die malerischen Kulissen inspirierten nicht wenige Musiker zu Lobeshymnen auf das Archipel.
Die einheimische Musik, insbesondere der Hula, überliefert die Geschichte der bis ins 19. Jahrhundert schriftlosen Gesellschaft der polynesischen Inselgruppe. Der traditionsreiche Tanz, die Erlernung der Bewegungen, des begleitenden Sprechgesanges, sowie die Herstellung der dazugehörigen Schmuckstücke, wird von den Bewohnern Hawaiis sehr ernst genommen und unterliegt strengen Regeln. Nicht nur für den traditionsreichen Kulttanz schmücken sich die hawaiianischen Frauen mit den bunten Hibiskusblüten.
Der Hochlandhibiskus ist, neben zahlreichen weit verbreiteten Pflanzen sowie einigen endemischen Arten, der heimischen Flora zugehörig. Die roten, pinken, gelben, orangenen oder weißen Blüten werden ins Haar gesteckt. In China steht die Hibiskusblüte für die Anziehungskraft eines jungen Mädchens und es lässt vermuten, dass auch auf Hawaii auf die Leidenschaft symbolisierende Blüte gesetzt wird.
Auch wenn die Hibiskusblüte eigentlich die Nationalblume Malaysias ist, so steht sie im westlichen Europa doch sinnbildlich für den vulkanischen Inselstaat. Stilisiert ziert die Hawaii-Blume Schmuckstücke, Gebrauchsgegenstände, Surfbretter, Kleidung, Autos und Wände. Sie transportiert ein Südseegefühl wie keine andere Blume. In allen erdenklichen Formen und Farben schmückt die Hawaii-Blume Menschen und Gegenstände und erfreut durch ihre zarte Pracht ihre Träger. Vielleicht ist es die Tatsache, dass das Malvengewächs in erster Linie in den warmen Gegenden der Erde wächst, die uns dazu verleitet, uns und unsere Güter mit ihr zu schmücken. Möglicherweise verleiht sie daher allem, was sie ziert, dieses tropische Gefühl von Urlaub, Sand, Sonne und Meer.
31. Mai